Nachhaltig Silvester feiern

Wenn am Ende diesen Monats aus 2019 2020 wird, dann ist Silvester. Ich muss gestehen, dass ich kein besonders großer Fan von diesem Feiertag bin. Am liebsten würde ich irgendwo in einer kleinen Hütte an einem See etwas Leckeres kochen, Musik hören, ein Glas Wein trinken, lesen und direkt nach Mitternacht ins Bett fallen. Für andere hingegen, ist eine große Party mit spektakulärem Feuerwerk ein Muss. Doch welchen Preis zahlen wir für ein paar Minuten bunte Knallerei um Mitternacht?
Besonders Feinstaub sorgt Silvester für dicke Luft.  Und das hat heftige Folgen für die Natur, aber auch für Tier und Mensch. Laut dem Umweltbundesamt werden ca. 4.500 Tonnen Feinstaub in der Silvesternacht freigesetzt. Eine große Menge, die von allen Autos und LKWs in Deutschland erst innerhalb von zwei Monaten erreicht wird. Besonders beißend sind die Rauchwolken in Großstädten und Ballungsgebieten. An der Frankfurter Allee in Berlin atmeten die Passanten am letzten Jahreswechsel um ein Uhr morgens 853 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter ein. Der tageszulässige Mittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter ist also deutlich überschritten worden.
 
Die ist unsichtbaren Partikel dringen in Lunge und Bronchien und gefährden die Gesundheit. Neben einer Beeinträchtigung der Atemwege, kann es auch zu Herz-Kreislauf-Problemen kommen. Und auch Tiere leiden. Sowohl ein Großteil der Haus- als auch Wildtiere hat ein wesentlich feineres Gehör als wir Menschen und reagiert deshalb besonders sensibel auf die lauten Geräusche und das Blitzgewitter. All das in einer Nacht.
Ich frage mich: Wollen wir auf diese Art wieder in ein neues Jahrzehnt starten? Die Antwort steht für mich schnell fest und ist ein klares – Nein.
Ein „nein“ das uns aber keinesfalls zu doofen Spielverderbern machen muss, denn es gibt auf der ganzen Welt schöne Traditionen, die wir an Stelle der gewaltigen Pyrotechnik adaptieren können:
  • In Argentinien zum Beispiel schreddern und zerfetzen manche Menschen ihre alten Akten. Mit den gewonnenen Papierschnipseln verabschieden sie sich symbolisch von ihren Lasten und schaffen Platz für einen glücklichen Neustart. Hinweis: Kann man auch als Tisch- Konfetti umsetzen, damit die Straßen nicht unnötig mit Papierschnipseln verwüstet werden.
  • Ein berühmter Brauch aus Spanien hingegen ist das Traubenessen. Die Menschen kommen draußen zusammen und haben je zwölf Weintrauben in der Hand – für jede der letzten zwölf Sekunden des Jahres eine. Sie werden mit jedem Glockenschlag, der um Mitternacht ertönt, einzeln verspeist. Bei jeder Glückstraube, die in den Mund wandert, darf man sich etwas wünschen.
  • Und bei unseren Nachbarn in Frankreich liegen bunte Lasershows im Trend. Ob auf privaten Feiern oder am Triumphbogen in Paris, es gibt etliche Inszenierungen die mit ihrer Kreativität verzaubern und uns so einen ganz besonders leuchtenden Auftakt ins neue Jahr schenken.
Vielleicht ja ein Start ins neue Jahr mit neuen Traditionen?! Wir finden, Deutschland kann sich einiges bei seinen Europäischen Nachbarn abgucken und weniger Knaller in die Luft schießen. Vielleicht habt ihr ja noch weitere tolle Silvester- Traditionen. Dann teilt sie gerne in den Kommentaren unter diesem Blogeintrag. Das NATURALOU- Team wünscht Euch einen gesunden Rutsch ins neue Jahr!  

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