Zero Waste Haushalt: Küche

Hast du dir dieses Jahr auch Neujahrsvorsätze vorgenommen? Eine kleine Liste mit all den Dingen, die man fortan besser machen möchte. Auch ich neige in der Stille zwischen den Feiertagen dazu, die letzten 12 Monate noch einmal Revue passieren zu lassen. Die besonders schönen, aber eben auch nicht so schönen Erlebnisse des Jahres drängen sich dabei in den Vordergrund. Dieses Jahr möchte ich aber einen klaren Fokus setzen und überlege, wo ich 2019 meinen Ansprüchen an einen möglichst nachhaltigen Alltag noch nicht ganz gerecht werden konnte. In diesem Zusammenhang haben mich in den letzten Tagen wieder einige Bekannte mit dem gleichen Vorsatz nach Tipps gefragt, um 2020 den Abfall im Haushalt zu reduzieren. Stichwort: Zero Waste. Aber auch ich selbst weiß, dass ich noch einen langen Weg vor mir habe, bevor ich nur so viel Müll produziere, wie in das berühmte Marmeladenglas passt.

Meinen Bekannten und dir möchte ich deshalb mit auf den Weg geben, dass die Veränderung nicht von heute auf morgen klappt und dass auf keinen Fall Sachen entsorgt werden sollten, wenn sie noch in Ordnung sind, denn das wäre auch nicht gerade nachhaltig. Jedoch gibt es ein paar Basics, mit denen bei zukünftigen Neuanschaffungen perfekt angefangen werden kann. Der Klassiker sind die bereits viel diskutierten Plastikstrohhalme, welche zum Beispiel durch eine Variante aus Edelstahl oder Bambus ersetzt werden können. Der nächste Schritt können Bienenwachstücher und Bowl Cover als Alternative zur Frischhaltefolie sein.

Wenn der Anfang erstmal gemacht ist, kannst du auch darüber nachdenken, einige Dinge nach und nach selbst herzustellen. Vielleicht fängst du mit damit an, ein paar Reinigungsmittel zu ersetzen. So sind DIY-Reinigungs- und Spülmittel oft nicht nur wunderbar preiswert, sondern auch frei von bedenklichen Substanzen wie Tensiden, die bis zu ihrem Zerfall noch lange die Umwelt belasten.

DIY Allzweckreiniger – ganz einfach nachgemacht

Zutaten:

  • Schalen von Zitrusfrüchten (Zitronen, Orangen, Mandarinen, o.ä.)
  • weißer Haushaltsessig (keine Essenz!)

So geht’s:

1) Schalen der Zitrusfrucht dicht in das Einmachglas füllen

2) Mit Essig aufgießen, bis alle Schalen vollständig bedeckt sind

3) Gefäß 2-3 Wochen stehen lassen. Bei Bedarf jedoch Essig nachgießen, sollten die Schalen im Laufe der Zeit nicht mehr vollständig bedeckt sein.

4) Der Reiniger ist fertig, wenn sich der Essig dunkel gefärbt hat und nach den frischen Früchten duftet.

5) Essigreiniger mithilfe eines feinen Siebes in eine leere Sprühflasche füllen.

Ich freue mich, dass die Vielfalt an natürlichen Produkten für die Küche immer größer wird. Aber ein Blick in den eigenen Mülleimer verrät schnell, dass die oben erwähnten Produkte nicht den Großteil ausmachen. Vielmehr stapeln sich die Hüllen von Lebensmitteln, die heutzutage oft leider doppelt und dreifach in Plastik eingeschweißt sind. Ein nachhaltiger Haushalt fängt also schon außerhalb des Hauses an. Besonders effizient können wir direkt beim Bauern, auf Märkten oder in Unverpacktläden einkaufen. Wiederverwendbare Brotbeutel, Einmachgläser und Gemüsenetze sind zu diesen Orten die passenden Begleiter. Nehmt euch Zeit und analysiert einmal selbst, welcher eurer Lebensbereiche in 2020 das erste Update verdient hat.

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