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Zero Waste Challenge: In 30 Tagen zu einer grüneren Welt beitragen | Teil 2

Die zweite Runde unserer Zero-Waste-Challenge startet! Wie seid ihr bisher klargekommen? Was sind eure Erkenntnisse? Schreibt es gerne in die Kommentare. Hier kommt ihr zum ersten Teil der Challenge.

Tag 16: Sortiere aus

Suche dir eine Kramschublade, ein Regal oder ein Zimmer aus, welches du schon lange nicht mehr entrümpelt hast. Sonntags ist die beste Zeit dafür! Du wirst merken, wie befreiend diese Aufräum-Aktion ist. Alle Sachen, die du während der Aktion aussortierst, werfe nicht sofort weg. Was davon kannst du verkaufen? Was davon spenden? Was davon verschenken? Mach anderen Menschen eine Freude.

Tag 17: Stell dein eigenes Putzmittel her

An Tag 13 habt ihr bereits euer erstes eigenes Produkt hergestellt – meistens wählen DIY-Anfänger hier etwas wie Bodylotion, Lippenpflege, Haaröl, etc. Wie wäre es mit deinem eigenen Putzmittel? Der Vorteil: Ihr nutzt natürliche Inhaltsstoffe, schont Ressourcen und spart auf lange Sicht etwas Geld.

Tag 18: Sag Nein zu Einwegbechern

Massenweise To-Go-Becher werden tagtäglich nach nur einer Benutzung weggeschmissen. Für viele solcher Einwegartikel gibt es tolle, stilvolle und grüne Alternativen. Verzichtet ab heute auf To-Go-Becher und nehmt euren Bambusbecher unterwegs mit und fragt, ob ihr das bestellte Getränk auch in den Bambusbecher füllen lassen könnt.

Tag 19: Bring deinen eigenen Behälter mit in den Supermarkt

Gestern war die Aufwärmübung für Tag 19: Solltest du an der Salat-/Käse-/Fleischtheke einkaufen, dann verzichte auf das Einpackpapier und frage anstatt dessen freundlich, ob die Mitarbeiter deine Bestellung auch in den mitgebrachten Behälter füllen. Hier findest du noch mehr Tipps für das unverpackte Einkaufen im Supermarkt.

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Foto: Nina Witte

Tag 20: Spare Wasser

Unser Trinkwasser ist unglaublich kostbar und nur begrenzt vorhanden. 71% unserer Erde ist zwar mit Wasser bedeckt, aber nur etwa 3,5 Prozent davon kann man trinken. Deswegen legen wir heute den Fokus auf das Wassersparen. Hier ein paar Tipps:

  • Benutzt die Spartaste an der Klospülung
  • Macht den Wasserhahn während des Händewaschens aus
  • Duscht anstatt zu baden und macht das Wasser beim Einseifen aus
  • Nutzt eine Geschirrspülmaschine anstatt alles mit der Hand abzuwaschen
  • Füllt die Waschmaschine voll mit Wäsche, anstatt nur halb
  • Sammelt Regenwasser für die Toilettenspülung oder Gartenbewässerung, denn nicht alles muss mit Trinkwasser genutzt werden
  • Tausche die Düsen am Wasserhahn gegen Stahlregler oder wassersparende Mischdüsen aus
  • Reinige Obst und Gemüse nicht unter dem laufenden Wasserhahn, sondern fülle eine Schüssel mit Wasser und reinige alles dort drinnen

Tag 21: Bye, bye Tampon und hallo Menstruationstasse

Hast du schon einmal die Menstruationstasse ausprobiert? Heute ist deine Chance dazu! Meinen Erfahrungsbericht kannst du hier sehen. Die Menstruationstasse richtig anzuwenden, bedarf einiger Übung – doch es lohnt sich! Weitere Fragen sowie die Vor- und Nachteile der Menstruationstasse erläutern wir euch hier.

Vor- und Nachteile der Menstruationstasse

Tag 22: Wäsche trocknen

Hänge deine Wäsche auf die Leine, anstatt sie in den Trockner zu werfen. Eine ganz einfache Alternative, um Energie zu sparen!

Tag 23: Lade deine Freunde ein und serviere selbstgemachte Snacks

Süßigkeiten und Chips aus der Tüte versüßen uns viel zu oft den Abend und sind irgendwie ein bisschen unpersönlich. Veranstalte einen tollen Abend mit Freunden, an dem ihr eure eigenen Snacks zubereitet oder einen Filmabend, bei dem du deine selbstgemachten Gaumenfreuden selbst vorbereitest. Das schmeckt auch viel besser als das Gummizeug aus der Tüte!

Tag 24: Gehe bewusst einkaufen

Das nächste Mal, wenn du einkaufen gehst, halte kurz vor dem Bezahlen noch einmal inne und scanne alle Sachen in deinem Einkaufswagen: Welche von den Dingen in deinen Warenkorb brauchst du wirklich? Für welche Nahrungsmittel gibt es unverpackte Alternativen? Tausche gegebenenfalls aus oder lege die Sachen, die du nicht wirklich brauchst, zurück ins Regal.

Tag 25: Verleihe deine Bücher und leihe neue aus

Schicke tolle Geschichten auf Reisen! Entweder veranstaltest du wie bei der Kleidertauschparty eine Buchparty mit Freunden oder holst dir eine Mitgliedschaft in deiner Stadtbibliothek. So sparst du nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen.

Tag 26: Geh auf den Wochenmarkt

Unterstütze die Leute und Läden deiner Stadt und gehe auf dem Wochenmarkt regional und saisonal einkaufen. Versuche, deinen Einkauf so plastikfrei wie möglich zu gestalten.

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Foto: Nina Witte

Tag 27: Setze dich für Umweltprojekte deiner Stadt ein

Vielleicht hast du bereits beim World Clean Up Day eine Veranstaltung in deiner Stadt besucht und gemeinsam mit tollen Menschen die (Wahl)Heimat aufgeräumt. Vielleicht hat dich ein wichtiger Termin davon abgehalten – jetzt ist deine Chance, es doppelt zurückzugeben. Suche dir ein Projekt heraus, was sich in deiner Stadt für die Umwelt einsetzt und melde deine Unterstützung an.

Tag 28: Gehe in einem Unverpackt Laden einkaufen

Es ist ein völlig neues Gefühl, in einem Unverpackt Laden einzukaufen, denn das Einkaufen wird zum Erlebnis. Wenn du keinen Unverpackt Laden in der Nähe hast, legen wir dir an dieser Stelle nochmal den Blogpost „5 Tipps für das plastikfreie Einkaufen ohne Unverpackt Laden” ans Herz.

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Foto: Nina Witte

Tag 29: Kompostiere anstatt wegzuwerfen

Die Bananschale enthält beispielsweise in der Schale so viele tolle Nährstoffe, es wäre zu schade, sie einfach im Biomüll zu entsorgen. Werfe deinen Biomüll auf den Kompost. Wenn du keinen hast, habe ich eine schöne Aufgabe für dich: Mein Papa hat einen tollen Komposter gebaut, die Anleitung gibt es in den Highlights auf Instagram. So kannst du dir ganz einfach deinen eigenen bauen. Folgt @rooferdaddy auf Instagram für noch mehr coole DIY-Ideen!

Tag 30: Informiere dich über das Thema Umwelt und spende eine kleine Menge an eine Organisation deiner Wahl

Ich werde ganz oft nach Empfehlungen gefragt, an welche Organisation Geld gespendet werden soll. Ich möchte, dass ihr euch an diesem letzten Tag der Challenge einmal selbst hinsetzt, recherchiert, viel über verschiedene Organisationen erfahrt und euch selbst eine aussucht. Ihr werdet viel eher hinter der Organisation und ihren Zielen stehen, wenn sie sich mit euren decken.

Eine Empfehlung ist am Anfang zwar toll, um eine Einordnung zu bekommen, aber letzten Endes bleibt sie immer eine Empfehlung. Ich möchte nicht nur, dass ihr einer Empfehlung folgt, sondern eigene, tolle, individuelle Entscheidungen fällt.

Solltet ihr in finanziellen Schwierigkeiten oder Engpässen stecken, dann nutzt andere Möglichkeiten, um Projekte oder Organisationen zu unterstützen. Es muss nicht immer das Geld sein, was Türen öffnet 🙂

Schreibt mir unbedingt eure Erfahrungen und Gedanken zu der Challenge unten in die Kommentare, nachdem ihr sie abgeschlossen habt! Ich bin gespannt auf eure Erlebnisse und Geschichten.

Danke fürs Mitmachen
Eure Lou

3 Idee über “Zero Waste Challenge: In 30 Tagen zu einer grüneren Welt beitragen | Teil 2

  1. Avatar
    Christin sagt:

    Anmerkung Zu Tipp an Tag 20:
    Die Wasserspartaste für die Toilette sollte man nicht benutzen. Für sich selbst spart man Wasser, das ist richtig. Die Kanalisation ist aber auf die Wassermenge der “normalen” Funktion ausgelegt. Die Wassersparfunktion hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich immer mehr Ablagerungen in der Kanalisation bilden, die dann aufwändig entfernt werden müssen. Hierfür wird dann insgesamt wesentlich mehr Wasser benötigt, als wenn jeder einzelne die “normale” Taste an der Toilette betätigt 🙂 also führt die Wassersparfunktion eigentlich zu einer größeren Wasserverschwendung.

    Ansonsten eine sehr schöne Zusammenstellung :)!!
    Liebe Grüße aus der Bauingenieurabteilung 😉

  2. Avatar
    Lisa sagt:

    Liebe Louisa,
    jeden Tag erinnerst du mich momentan daran, was ich schon alles umgestellt habe und ich darf mich freuen, oder ich bekomme eine neue Idee an welchen Ecken ich noch was machen kann; gerade eben habe ich zum ersten Mal meinen Lieblingspulli selbst geflickt! Der Stolz gibt auch mir viel, nicht nur der Umwelt! Natürlich gibt es sicher auch ein paar Tage, an denen ich mir denke “dass lass ich mal nen anderen verbessern”.
    Aber ich mach was ich kann und was der Trubel des echten Lebens zulässt.
    Liebe Grüße

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