Zero Waste im Badezimmer

In unserem letzten Blogpost habe ich im Zusammenhang mit den Neujahrsvorsätzen geschrieben, dass es Sinn macht, große Veränderungen erst einmal nur in einem Bereich des Lebens durchzuführen. Dazu habe ich euch Ideen vorgestellt, wie ihr eure Küche in dem neuen Jahrzehnt besonders umweltschonend gestalten könnt. Anknüpfend möchte ich euch heute Vorschläge machen, wie ihr fortan auch im Badezimmer Zero Waste ein Stückchen näher kommt. Stellt euch das Bad als eine kleine Baustelle in deinem Haushalt vor und werft auch hier wieder einen prüfenden Blick in den Mülleimer. Was sammelt sich dort am meisten?

Bei mir waren es primär die großen Tuben all jener Produkte, die ich täglich zur Körperpflege verwende: Duschgel, Shampoo, Spülung, Bodylotion, Zahnpasta. Alles flüssig und alles in Plastik verpackt. Als erstes habe ich damals meine Handseife ersetzt. Das war easy, denn feste Seifen kenne ich noch von früher, als ich meine Großmutter besucht habe. Bei den anderen, musste ich zwar etwas länger überlegen, bin dafür jetzt aber umso glücklicher mit meinen neuen Hygieneartikeln. Für die Haare eignen sich sowohl festes Shampoo, als auch Haarseife. Zusammen mit einem Gesichtsreiniger bewahre ich letzteres in einem kleinen Säckchen aus Sisal an meinem mittlerweile fast leerem Regal in der Dusche auf. Darauf befinden sich nämlich nur noch zwei Flaschen mit Mittelchen, die ich regelmäßig selbst herstelle:

DIY Haarkur

Zutaten:

  • 2 TL Aloe-Vera-Gel
  • 2 TL Sonnenblumenöl
  • 1 TL Honig
  • 30 ml warmes Wasser
  • leeres Glas

Anwendung:

Die zusammengerührte Kur in den trockenen Haarspitzen verteilen und einwirken lassen. Nach 30 Minuten mit einem milden Shampoo auswaschen.

Auch Zahnpflege geht müllfreier: Meine Zähne putze ich mit einer Bambusbürste und kleinen Dent Tabs, die es mit sowie ohne Fluorid gibt. Mit der Umstellung auf diese Sachen wird unser Haufen im Mülleimer schon um ein riesiges Stück kleiner. Aber gerade bei uns Frauen gibt es jeden Monat zusätzlich eine Zeit, wo sich leider besonders schnell extrem viel Abfall sammelt. Binden, Tampons, Slipeinlagen gibt es in der Drogerie in unzähligen Variationen, damit sich frau während ihrer Periode wohlfühlen kann. Ich persönliche brauche dafür nur noch ein Produkt: Meine Menstruationstasse. Bevor ich sie das erste Mal benutzt habe, schien die Hürde groß. Ich habe gezweifelt, ob sie mich wirklich sicher schützt und ich das Herausnehmen problemlos schaffe. Und ich muss gestehen, hier war der Anfang wirklich schwer. Aber wie bei allem im Leben gilt auch hier: Übung macht die Meisterin.

Wie ihr merkt, bedeutet Nachhaltigkeit im Haushalt in erster Linie sich von den altbekannten, oft jahrelang treu gekauften Gegenständen zu trennen und viel Neues zu probieren. Welch besseren Zeitpunkt könnte es für so etwas geben als der Beginn eines neuen Jahrzehnts? Einer neuen Ära, in der die Liebe zu unserem Planeten und der Klimaschutz in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken? Ich für meinen Teil kann mir keinen vorstellen.

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