Zeit zum Umdenken

Wer kennt es nicht: die Liste an Ideen, um sein Leben nachhaltiger zu gestalten, ist lang, aber für die Umsetzung fehlt uns im Alltag vermeintlich die Zeit. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Routinierte Alltagsabläufe gehen leicht von der Hand, Gewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen und im alltäglichen Stress bleiben die nachhaltigen Ideen oft nur gut gemeinte Vorsätze.

Wir wollen die ungewöhnliche Zeit, in der wir uns gerade alle befinden, dazu nutzen, um unsere alten Gewohnheiten zu überdenken, diese abzulegen und durch ein nachhaltigeres Verhalten zu ersetzen. Hierzu haben wir euch ein paar Ideen aufgeschrieben:

 

Tipp 1: Essensplan für die Woche aufstellen

In Deutschland wirft jede Verbraucherin und jeder Verbraucher jährlich etwa 75 Kilogramm Lebensmittel weg. Ein Grund dafür ist unser übermäßiger Konsum. Wir kaufen Lebensmittel ein, ohne zu wissen, wann und wie wir sie verzehren. Unsere Idee gegen diese Verschwendung: wöchentliche Essenspläne. Setzt euch am Wochenende hin und plant das Menü für die kommende Woche. An diesem Plan könnt ihr euch dann bei eurem Einkaufen orientieren. So werden nur die Lebensmittel gekauft, die ihr in der Woche auch verbraucht. Außerdem könnt ihr die Planung dazu nutzen, um neue Rezepte auszuprobieren.

Tipp 2: Elektrogeräte an Steckerleisten anschließen

Es ist an der Zeit, endlich alle Elektrogeräte mit abschaltbaren Steckerleisten zu verbinden. So könnt ihr mühelos die Stromversorgung kappen, wenn die Geräte gerade nicht genutzt werden. Das spart nicht nur Storm, sondern auch Geld. Let’s do it!

Tipp 3: Glühbirnen austauschen

Leiter raus und Glühbirnen wechseln. Ersetzt eure alten Glühbirnen durch stromsparende LED-Birnen.

Tipp 4: Spülmittel und Reiniger selbst herstellen

Zeit um den Haushalt auf Vordermann zu bringen und das mit selbstgemachten Reinigungsmitteln.

Diese 5 Hausmittel braucht ihr dazu:

  • Tafel- oder Branntweinessig (wirkt antibakteriell und kalklösend)
  • Natron (desinfiziert und löst Kalk und Fettrückstände)
  • Soda (verstärkt die Reinigungswirkung)
  • Zitronensäure (reinigt und löst Kalk)
  • Kernseife (reinigt)

Geschirrspülmittel

Ihr braucht:

  • 10 – 15 g geriebene Kernseife
  • 3 – 4 TL Natron
  • 500 ml Wasser
  • optional Tropfen eines ätherischen Öls
  • leere Flasche

So geht’s:

  1. Wasser in einem Topf aufkochen.
  2. Den Topf vom Herd nehmen und Seifenflocken in das heiße Wasser geben.
  3. Rühren bis die Seife sich vollständig gelöst hat.
  4. Wasser-Seifen-Mischung abkühlen lassen und Natron (und ätherische Öle) hinzufügen.
  5. Fertiges Geschirrspülmittel in die Flasche füllen

Tipp: Sollte das Spülmittel zu zähflüssig sein, könnt ihr einfach mehr Wasser hinzufügen.

Abflussreiniger

Ihr braucht:

  • 3 TL Natron
  • ½ Tasse Essig

So geht’s:

  1. Natron und Essig in den Abfluss kippen.
  2. 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Wasser im Wasserkocher erwärmen und in den Abfluss gießen.

Badreiniger

Ihr braucht:

  • 500 ml Wasser
  • 2 TL Natron
  • Optional Tropfen eines ätherischen Öls
  • leere Sprühflasche

So geht’s:

  1. Natron im lauwarmen Wasser lösen.
  2. Optional ein paar Tropfen eines ätherischen Öls hinzufügen.
  3. Mischung in eine Sprühflasche geben und los geht’s.

Im Internet findet ihr noch weitere tolle Anleitungen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Tipp 5: Kosmetikartikel auf Mikroplastik überprüfen

Na, wisst ihr eigentlichen in welchen Produkten, die in eurem Badezimmer stehen, Mikroplastik enthalten ist? Mit bloßem Auge ist das nicht zu erkennen, deshalb hilft euch die App CodeCheck dabei. App herunterladen, in den Profileinstellungen „Green-Checker“ auswählen und los geht’s. Barcode einscannen und Ergebnis abwarten. Mit Hilfe dieser App könnt ihr die kleinen Umweltsünder entlarven und sie aus eurem Badezimmer verbannen. Die App ist übrigens auch bei eurem nächsten Einkauf sehr hilfreich. Ihr könnt von vornherein kontrollieren, ob der potenzielle Einkauf Mikroplastik enthält.

Tipp 6: Kleiderschrank aussortieren, über Kleiderkreisel & Co verkaufen oder an eine gemeinnützige Organisation spenden

Der Kleiderschrank ist voll, aber man hat nichts zum Anziehen! Stimmt das oder sind wir nur überfordert von der großen Auswahl, die uns täglich entgegenschlägt?  Es ist an der Zeit diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen. Durchforstet euren Kleiderschrank und fragt euch kritisch, ob ihr all diese Dinge wirklich braucht. Vielleicht können eure ehemaligen Lieblingsstücke ein neues Zuhause finden und jemand anderem eine Freude bereiten.

Tipp 7: Die Küchenrolle verbannen

Der Griff zur Küchenrollen erfolgt fast automatisch. Papier für Papier wird dafür genutzt, um den verschütteten Apfelsaft aufzuwischen, Essensreste von den Tellern zu entfernen oder Kartoffelschalen aufzufangen. Nach einmaliger Nutzung landen sie dann in der Tonne und produzieren dadurch eine Menge an Müll. Dabei kann die Küchenrolle ganz einfach durch wiederverwendbare Stofflappen ersetzt werden, die nach dem Gebrauch in die Waschmaschine kommen und dann wieder einsatzbereit sind.

Wir hoffen unsere Tipps können euch inspirieren und vielleicht habt ihr ja auch schon etwas in eurem Alltag umgestellt, womit ihr diesen nachhaltiger gestaltet? Teilt das gerne mit uns, wir sind auch gespannt, in welchen Bereichen ihr noch Unterstützung gebrauchen könnt 🙂

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