Was ist Mikroplastik und wo kommt es überall vor?

Ob Duschgel, Kleidung oder Shampoo: Überall lauert Mikroplastik. Mit jedem Waschgang landen kleinste Teilchen Plastik in unserem Abfluss, in Seen und unseren Meeren. Neben Fischen und anderen Meerestieren wurde Mikroplastik nun auch im Kot des Menschen nachgewiesen. Was das für uns heißt und was wir dagegen unternehmen können? So einiges.

Mikroplastik sind Kunststoffteilchen, die kleiner als 5mm sind

Liegt eine Plastikflasche oder ein zerfetztes Fischernetz am Strand, wissen wir, dass das Müll ist, der dort nicht hingehört. Doch eine viel größere, kaum sichtbare Bedrohung erobert gerade unseren Planeten: Mikroplastik, also feste und unlösliche synthetische Polymere, das sich nach und nach ihren Weg in die Natur bahnt.

Mikroplastik besteht neben Kunststoff aus chemischen Inhaltstoffen wie Bispheol A und Weichmachern. Diese können Krankheiten wie Krebs und Adipositas hervorrufen. Das liest sich nicht nur grauenvoll, sondern ist es auch. Wie gefährlich Mikroplastik für uns Menschen und die Umwelt ist, ist allerdings noch nicht erforscht. Die Wissenschaft ist sich dort uneinig. Doch was immer wieder vorkommt: Meerestiere verwechseln herumschwimmendes Plastik oft mit Nahrung und essen es. Die Auswirkungen reichen von physiologischen Störungen über Tumorbildung bis hin zu erhöhten Sterberaten. (Quelle: BUND.net)

Plastik selbst ist kein natürliches Produkt, sondern wird von der Industrie hergestellt. Fakt ist: Plastik entsteht aus dem schwindenden Rohstoff Erdöl und ist nicht biologisch abbaubar. Eine Plastiktüte lebt also noch in hunderten von Jahren in Form von Mikroplastik weiter.

Für mich persönlich steht fest: Gibt es eine umweltbewusstere Variante, würde ich diese eher vorziehen als auf Produkte mit Mikroplastik zurückzugreifen. 

Welche Gesetze gibt es in Deutschland?

Gesetz, was die Herstellung und Verwendung von Plastik generell einschränkt. Es bewegt sich dennoch etwas: Ab 2021 sollen Einweg-Besteck, Geschirr, Strohhalme, Ess- und Wattestäbchen sowie Styropor-Essensverpackungen verboten werden. Ab 2030 sollen sämtliche Plastikflaschen zu mindestens 30% aus recyceltem Material bestehen. Die Staaten müssen aber noch zustimmen, bevor das Gesetz in Kraft tritt. Dies soll laut Medienberichten nur noch eine Formalie sein. Ein hundertprozentiges Verbot von Plastiktüten soll es in Deutschland vorerst leider nicht geben.

Was können wir gegen Mikroplastik machen?

Apps wie CodeCheck helfen dabei herauszufinden, welche Produkte Mikroplastik beziehungsweise Plastik enthalten und welche frei davon sind. So könnt ihr besser einschätzen, welche Produkte ihr zukünftig verwenden wollt und welche nicht. 

Ich verwende lieber feste Seifen, die aus Fett und Lauge bestehen als Flüssigseife und Duschgels. Das ist nicht nur für die Umwelt, sondern auch auf Reisen praktischer. Daneben gibt es Bio-Sonnencremes, die auch ohne Kunststoffe auskommen. Peelings könnt ihr beispielsweise ganz einfach selbst machen – dann braucht ihr weder eine Umverpackung noch synthetische Inhaltsstoffe. Kleidung von Fair Fahion Labels sind ebenfalls nachhaltiger. Bewusster konsumieren, Fragen stellen und nach Alternativen suchen schützt uns immer noch am meisten vor der Plastikwut. 

 

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