Typische Zero Waste-Anfänger-Fehler

Ihr habt genug von dem ganzen Plastikmüll zuhause und wollt endlich nachhaltiger und umweltbewusster leben? Tolle Entscheidung, Gratulation! Doch gerade, wenn ihr Zero Waste zum ersten Mal ausprobiert, schleichen sich gerne kleine Fehler ein, die die Motivation umweltbewusst zu leben schmälern können. Um das zu verhindern, lernt ihr jetzt, wie ihr sie vermeiden könnt, damit ihr so richtig mit dem Zero Waste Lifestyle auf eure Art durchstarten könnt!

Fehler Nummer 1: Der Versuch, alles auf einmal zu ändern

Ihr wollt zu viel auf einmal. Ihr nehmt euch gleich jedes Zimmer und jeden Bereich in eurem Leben vor und wollt von jetzt auf gleich 100% umweltbewusst und ohne Müll zu produzieren leben. Dass dieses Vorhaben mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern wird, ist vorprogrammiert.

Entspannt euch! Es spricht nichts dagegen, klein anzufangen. Nehmt euch erst einen Raum oder einen Lebensbereich vor. Geht beispielsweise zuerst ins Badezimmer und überlegt euch, welche Produkte ihr wirklich braucht und ob es eine nachhaltige Alternative gibt. Dann setzt dies einige Tage, Wochen um, bis ihr euch den nächsten Bereich vornehmt. Gerne könnt ihr euch früher anderen Bereichen widmen, es geht nur darum, sich nicht gleich zu überfordern und die ganze Welt auf einmal retten zu wollen.

Für den Einstieg empfehlen wir unsere 30 Tage Zero Waste Challenge und das Buch „Mein Herz schlägt grün“.

Fehler Nummer 2: Wegschmeißen, was noch brauchbar oder haltbar ist

Ihr seid hochmotiviert, wollt alles richtig machen – aber wer sagt denn wie Zero Waste „richtig“ funktioniert?! Klar gibt es ein paar Grundsätze, jedoch schreibt euch niemand vor, was ihr alles tun oder lassen müsst. Deswegen übernehmt kleine Veränderungen, eine nach der anderen, die Sinn für euch machen und sich vor allem mit euremAlltag integrieren lassen.

Ein gern gemachter Fehler ist auch, sich von seiner Motivation und Energie verleiten zu lassen und alles Plastik oder angebrochene Shampoo-Flaschen direkt auszutauschen. Anstatt gedankenlos alles wegzuwerfen, was eigentlich noch zu verwenden ist, benutzt die Sachen solange weiter bis sie kaputt, aufgebraucht oder unbrauchbar sind. Dann könnt ihr sie immer noch nach und nach gegen nachhaltigere Alternativen austauschen.

Fehler Nummer 3: Das Vergleichen

Ach, wer kennt’s nicht: Ihr seid auf Social Media unterwegs und auf der Suche nach Inspiration für ein grüneres Leben. Bei der Suche stolpert ihr über Zero Waste Profis und Experten, die weniger als ein Glas voll Müll im Jahr produzieren und jeden Bereich ihres Lebens nahezu hundertprozentig auf Zero Waste ausgerichtet haben. Ihr wollt das auch, doch in der Realität klappt es nicht genau so – ihr seid frustriert.

Auch hier gilt: Entspannt euch! Diese Profis leben diesen Lifestyle seit Jahren und haben ihn über die Zeit hinweg professionalisiert. Ein Ziel und Vorbild vor Augen zu haben ist eine tolle Inspirationsquelle, aber bleibt mit dem Anspruch an euch auf dem Teppich. Es ist okay, nicht alles gleich von null auf hundert zu machen oder sich einmal in der Woche seine Lieblingschips aus der Einwegtüte zu gönnen. Solange ihr euch überhaupt mit dem Thema Umweltschutz und weniger Müllproduktion auseinandersetzt und kleine Schritte in ein grüneres Leben macht, ist alles gut!

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Fehler Nummer 4: Es ganz lassen, wenn es einen Tag mal nicht so gut klappt

Bei Zero Waste geht’s vor allem darum, einen umweltbewussteren und nachhaltigeren Lebensstil Schritt für Schritt umzusetzen. Wenn ihr also beispielsweise unterwegs seid und eure Trinkflasche vergessen habt, müsst ihr nicht verdursten. Kauft euch eine Glas-/Mehrwegflasche und verzeiht es euch, wenn ihr nicht jeden Tag Vollgas gebt oder in der Hektik des Alltags mal eine Kleinigkeit vergesst.

Ihr könnt euch auch Ausgleichsaufgaben überlegen, falls ihr Lustdarauf habt. Verzichtet an einem solchen Tag beispielsweise auf den Bus oder die Bahn und geht ein paar Stationen zu Fuß nach Hause oder etwas anderes. Das ist kein Muss, nur eine kleine Idee 🙂

Fehler Nummer 5: Frustration im Umgang mit Menschen bei der Umsetzung von Zero Waste

Ihr habt tolle Erfolge verzeichnen können und könnt es kaum erwarten, sie euren Freunden und der Familie mitzuteilen? Super! Habt im Hinterkopf, dass eure Euphorie nicht von allen Seiten geteilt wird. Es kann zu Vorurteilen und Diskussionen kommen, die euch in eurer positiven Stimmung runterziehen können. Deswegen gebt nicht gleich den ganzen Lifestyle auf, sondern findet einen Weg, diese Menschen mit euren Taten und positiver Energie auf eure Seite zu ziehen.

Und wenn sie eurem Charme immer noch widerstehen – dann lasst sie, wie sie sind. Gerade wenn ihr selbst noch am Ausprobieren und Testen seid, wie ihr den Zero Waste Lifestyle am besten in euer Leben integriert, konzentriert euch darauf. Die kleinen Alltagsrevolutionen können noch auf euch warten 🙂

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