24 Türchen – Ideen für einen nachhaltigen Adventskalender

Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass mir die Tage bis Weihnachten als Kind so unendlich lang vorkamen. Ganz 4 Wochen hat man auf den einen Tag gewartet. Die Vorfreude wuchs mit jedem Türchen, das man – noch halb verschlafen – jeden Morgen öffnen durfte. Durch den Stress des Erwachsenseins hat der Zauber von Weihnachten nachgelassen. Wir jagen von Termin zu Termin. Geschenke müssen gekauft und eingepackt, das Menü für die Feiertage geplant und der Stapel an Akten im Büro noch bis Ende des Jahres abgearbeitet werden. Im Laufschritt geht es durch die Stadt und die Adventszeit. Nur wage nimmt man noch den Geruch von gebrannten Mandeln, Glühwein und frisch gebackenen Keksen wahr. Der Countdown bis Weihnachten läuft.

Das finden wir äußerst schade und deshalb wollen wir mit unseren nachhaltigen Adventskalenderideen eure Vorfreude auf Weihnachten wieder steigern. Denn lasst euch eins gesagt sein, für einen Adventskalender ist man nie zu alt.  Mit unseren Ideen könnt Ihr euren Liebsten eine nachhaltige Freude machen und den Zauber von Weihnacht zurück in euren Alltag holen.

Tipp 1: Alle Jahre wieder

Um den jährlichen Verpackungsmüll zu vermeiden, könnt Ihr euch einmalig einen wiederverwendbaren Adventskalender anschaffen, den ihr Jahr für Jahr neu befüllen könnt. Dabei müsst ihr nicht tief in die Tasche greifen. Auf den Trödelmärkten in eurer Umgebung werdet ihr bestimmt fündig. Hier findet man nicht nur die „klassische“ Variante, die aus 24 Stoffsäckchen besteht, sondern manchmal auch ausgefallene Raritäten aus Holz. Natürlich könnt Ihr den Adventskalender auch selbstgestalten. Aus alten Stoffresten lassen sich ganz leicht kleinen Säckchen nähen, die ihr dann mit Hilfe von Holzklammern an einer Schnur befestigen und anschließend aufhängen könnt. Oder Ihr beschriftet 24 Einweckgläschen. Diese Variante eignet sich besonders gut, um kleine Naschereien – plastikfrei – zu verpacken.

Doch nachhaltig soll nicht nur die Verpackung sein. Mit den folgenden Tipps wollen wir euch dazu inspirieren, auch in puncto Inhalt an die Umwelt zu denken:

Tipp 2: Eine Geschichte für jeden Tag

Um einen Adventskalender zu befüllen, braucht es nicht viel Geld. Im Internet oder Weihnachtsbüchern lassen sich zauberhafte Kurzgeschichten für jeden Tag bis Weihnachten finden. Wenn Ihr die Geschichten in eurer Sonntagschrift abschreibt oder am Computer abtippt, dann befüllt ihr den Kalender nicht nur mit stimmungsvollen Worten, sondern auch mit Zeit. In der Familie, der WG oder gemeinsam mit eurem Partner/ eurer Partnerin könnt ihr euch jeden Abend Zeit für eine Geschichte nehmen. Zündet euch eine Kerze an, genießt die Geschichte und lasst ein wenig Ruhe und Besinnlichkeit in eurem Alltag einkehren. Wenn Ihr besonders kreativ seid, könnt ihr auch selbst Geschichten verfassen oder vielleicht eine Geschichte schreiben, die ihr Ende erst am 24.  Dezember findet. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Tipp 3: „Tinnef“ vermeiden

Der ein oder andere mag sich jetzt bestimmt fragen, was „Tinnef“ ist. „Tinnef“ ist wertloser Kleinkram, der vorzugsweise unter dem Sofa, Bett oder in der allseits beliebten Schublade mit den Namen „ALLES ANDERE“ zu finden ist. In den meisten Adventskalendern, die man bereits fertig befüllt kaufen kann, befindet sich genau dieser „Tinnef“ – Kosmetikartikel im Miniformat, Plastikfiguren oder 24 verschiedene Paar Ohrringe.  Aus Plastik und in Plastik füllen sie zwar unsere Schränke oder belagern die Kinderzimmerfußböden, die Vorfreude auf Weihnachten vermögen sie jedoch nur kurzweilig zu steigern. Spätestens wenn sich auf dem Weg ins Bett die erste Plastikfigur in die nackte Fußsohle bohrt, verwandelt sich die besinnliche Stimmung in einen stechenden Schmerz. Aber auch beim Anblick des anfallenden Verpackungsmüll findet die vorweihnachtliche Freude ein jähes Ende. Hier ein paar Ideen, wie ihr „Tinnef“ vermeidet und den Adventskalender nachhaltig befüllt:

  • Saatgut für Küchenkräuter
  • Holzspielzeug
  • Rezeptideen
  • Gutscheine für gemeinsame Events, die nicht viel kosten (einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, gemeinsam Kekse backen, ein ausgiebiger Spaziergang, Bratapfel essen)
  • Selbstgebackene Kekse
  • Gewürze
  • Selbstgenähtes Kirschkernkissen
  • eine Playlist mit den schönsten Weihnachtsliedern – „Last Christmas“ darf natürlich auch drauf, denn erlaubt ist, was euch und eure Liebsten in Weihnachtsstimmung bringt
  • selbstgemachtes Müsli für jeden Morgen (nutzt dafür am besten einen Adventskalender aus Einweckgläsern)

Los geht’s! Seid kreativ und nachhaltig! Vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Ideen, die Ihr mit uns und der Naturalou-Community teilen wollt. Wir sind gespannt!

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