Nachhaltig leben mit Kindern

„Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt – sondern von unseren Kindern geliehen.“   –  Indianische Weisheit

Wie man Kinder zu einer nachhaltigeren Lebensweise erzieht, ein Bewusstsein für Umweltprobleme schafft und welche Helferlein euch dabei unterstützen können, euren Alltag mit Kindern nachhaltiger zu gestalten, wollen wir euch heute zeigen. Dabei wollen wir mit diesem Blogbeitrag nicht den Zeigefinger erheben, sondern euch ein paar Inspirationen für euren Alltag liefern. Wie immer gilt, tastet euch an die Ideen heran, sucht euch die Dinge aus, die in euer Leben passen und setzt euch vor allem nicht unter Druck.

Tipp 1: „Einfach Familie leben“

Das Team von NATURALOU hat noch keinen Nachwuchs und deshalb wollen wir mit unserem ersten Tipp auf Expertinnen verweisen. Susanne Mierau und Milena Glimbovski (beide Mütter) haben mit „Einfach Familie leben“ ein Buch bzw. einen Ratgeber darüber geschrieben, wie man sein Familienleben nachhaltiger gestalten kann. Dieser Minimalismus-Guide geht einmal durch alle relevanten Lebensbereiche von Familien mit Kindern im Alter zwischen 0 bis 6 Jahren und zeigt Strategien auf, mit weniger zu leben oder Dinge selber zu machen und wiederzuverwerten, statt sie zu kaufen. Ein echter Gegenentwurf zur überteuerten Baby- und Kinderindustrie.

Vielleicht findet ihr in diesem Buch ein paar Tipps und Anregungen, die ihr in euren eigenen Alltag integrieren könnt. Dabei gilt wie immer: nehmt euch nicht zu viel vor. Der Alltag mit Kindern ist stressig. Um nachhaltige Ideen langfristig in eurem Leben zu integrieren, müssen diese in eure eigene Lebenswirklichkeit passen und können euch nicht von außen übergestülpt werden.

Tipp 2: Konventionelle Produkte durch plastikfreie Varianten ersetzen

Die Baby- und Kinderindustrie bietet uns eine Fülle an Plastikprodukten und weckt in uns das Bedürfnis all jene Produkte zu benötigen. Was ihr für euer Kind braucht, solltet ihr aber natürlich selbst entscheiden. Ob beispielsweise ein Schnuller zum Einsatz kommt, ist eure Entscheidung. Nachfolgend findet ihr ein paar Produkte, die nachhaltige Alternativen zur konventionellen Baby – und Kinderausstattung bieten.

    1. Nachhaltiger Schnuller von Hevea

Der erste plastikfreie Schnuller von Hevea besteht aus 100% Naturkautschuk und wird in Dänemark hergestellt. Die Form des Schnullers lässt genügend Platz für Nase und Kinn, also keine Angst vor Abdrücken. Naturkautschuk ist ein sehr flexibles und weiches Material, das besonders sanft zur Haut deines Babys ist. Der Schnuller ist kompostierbar und PVC-, BPA- und Phthalate-frei. Ihr findet ihn in unserem Shop in verschiedenen Farbtönen, die allesamt ohne künstliche Farbstoffe auskommen. Wählen könnt ihr auch zwischen den Größen 0-3 MOnate und 3-36 Monate.

    1. Babyflaschen aus Edelstahl von Pura KiKi

Konventionelle Babyflaschen bestehen entweder aus Plastik oder Glas. In unserem Shop findet ihr hierzu eine Alternative aus Edelstahl. Im Gegensatz zu konventionellen Babyflaschen ist diese bruchsicher und rückstandsfrei. Die Flaschen sind 100% BPA-frei, Phthalate-, Mineralöl- und PVC-frei. Die Flasche und der Schraubring bestehen aus 100% Edelstahl, Sauger, Sleeve und Transportkappe aus 100% hochwertigem Silikon. Natürlich erfüllt die Flasche von Pura Kiki auch alle Normen (FDA, CPSIA, europ. Richtl. 2002/72/EC, EN 14350), die für Babyprodukte gelten.

    1. Zero Waste im Badezimmer

Zero Waste im Badezimmer geht auch für die Kleinen. Hierzu findet Ihr in unserem Shop eine Bademilch für Babies, zwei feste Kinderseifen und Kinderzahnbürsten aus Bambus.

Die besonders milde und sanfte Bademilch von Rosenrot pflegt die zarte Babyhaut. Sie enthält ausschließlich hochwertige und naturbelassene Rohstoffe, die ideal aufeinander abgestimmt sind. Keinerlei Zusatzstoffe oder Duftstoffe, die die sensible Babyhaut reizen könnten. Dieses hautberuhigende Bad unterstützt die Hautfunktion des Babys. Sie enthält u.a. Kokosmilch (kbA), Kakaobutter (kbA) und Rügener Heilkreide. Das Produkt ist vegan.

Die Kinderseifen von Küstenseifen Manufaktur sind besonders sanft. In der heutigen Zeit treten bei Kindern durch Umwelteinflüsse vermehrt Allergien auf, daher ist die Rezeptur auf das Wesentliche, also auf eine Auswahl weniger, sehr pflegender Pflanzenöle beschränkt. Es wird gezielt auf jeglichen “Schnickschnack” verzichtet – auch auf den Einsatz ätherischer Öle. Die Kinderseifen sind ganz pure, pflegende Pflanzenölseifen. Wie bei anderen Seifen, sollte auch bei der Kinderseife darauf geachtet werden, dass nichts in die Augen gelangt, da Seife prinzipiell in den Augen brennt.

Die Zahnbürste von Hydrophil lässt eure Kinder zu echten Umweltschützern werden, denn sie schützt die Zähne und hilft unserer Umwelt, indem sie Plastik vermeidet. Die Bürste ist vegan, die Borsten aus nachwachsenden Rohstoffen sind BPA–frei und der Griff aus Bambus ist abbaubar. Die extra weichen Borsten dieser nachhaltigen Kinderzahnbürste sind ideal für empfindliches Zahnfleisch geeignet, selbst wenn die Kleinen mal etwas heftiger putzen, und verfügt über hervorragende Putzeigenschaften. Aufgrund der Größe des Bürstenkopfes eignen sich die nachhaltigen Zahnbürsten für Kinder ab 3 Jahren.

Tipp 3: Natur erleben

Der folgende Tipp scheint simpel und doch glauben wir, dass er wirklich wichtig ist. Um bei Kindern ein Bewusstsein für Umweltschutz zu schaffen, ist es wichtig, dass sie die Natur erleben. Unser Alltag hat sich in den letzten Jahrzehnten nach Innen verlagert und das gilt auch für die Kleinsten in unserer Gesellschaft. Doch um zu begreifen, was unsere Natur so schützenswert macht, müssen wir die Faszination dafür in unseren Kindern wecken. Bei einem Spaziergang durch den Wald oder im Stadtpark oder auch bei einem gemeinsamen Blick in den heimischen Blumentopf, kann die Faszination für die kleinen und großen Wunder der Natur entstehen.

Um den Wissenshunger der nächsten Generation stillen zu können und eigene Wissenslücken aufzufüllen, gibt es wunderbare Apps, mit denen Ihr Pflanzen- und Tierarten bestimmen könnt. So kann der Gang durch den Wald gleich zum Sachunterricht für Klein und Groß werden.

Hier ein paar Beispiele:

  • Pl@ntNet
  • PictureThis
  • AndyGreen
  • Map of Life
  • Die Vögel Europas

Tipp 4: Engagement zeigen

Die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation besteht nicht nur darin, selbst in dieser zu handeln, sondern die nächste Generation auch zu dieser Verantwortung zu erziehen. Unsere Gesellschaft und auch der Natur- und Umweltschutz kommen ohne diese Verantwortung und ohne das entsprechende Engagement nicht aus. Erkundigt euch doch mal, ob es in eurer Stadt beispielsweise einen sog. „Dreck-weg-Tag“ gibt, an dem ihr mit euren Kindern teilnehmen könnt. Sollte es eine solche Aktion noch nicht geben, könnt ihr die Organisation auch selbst in die Hand nehmen. Verabredet euch z.B. mit euren Nachbarn, um euren Straßenzug oder eure Wohnsiedlung vom Dreck zu befreien.

Wir wünschen euch viel Spaß bei der Umsetzung! Vielleicht habt ihr auch noch ein paar nachhaltige Tipps, die ihr in eurer Familie bereits umgesetzt habt. Teilt diese gerne mit uns und der NATURALOU-Community.

Zum Schluss wollen wir euch aber noch einmal das Versprechen abnehmen, dass ihr euch und eure Familie mit der Umsetzung von nachhaltigen Ideen nicht unter Druck setzt. Schritt für Schritt in ein nachhaltigeres Leben!

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