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Heizen, aber richtig!

Der Herbst ist da und mit ihm drehen die ersten unter uns schon die Heizung hoch. Anderen graust es bei der Vorstellung bei Temperaturen über 10 Grad die Heizung anzustellen. Wie funktioniert richtiges Heizen? Wie oft am Tag sollten wir Stoßlüften? Wenn ihr richtig heizt, habt ihr es nicht nur gemütlich warm, sondern spart Geld und achtet auf eure Umwelt!

Wie warm darf’s denn sein?

Jeder von uns hat ein anderes Wärmewohfühlempfinden. Die einen mögen 19 Grad im Zimmer, andere eher 22 Grad Celsius. Klingt nach einem minimalen Unterschied? Hört euch das an: Wenn ihr eure Raumtemperatur schon um 1 Grad senkt, spart ihr um die fünf bis zehn Prozent eurer Heizkosten.

In jedem Zimmer die richtige Temperatur

In der Küche könnt ihr mit 18 Grad gut auskommen, denn hier heizen die Kochstelle und der Backofen mit, wenn ihr euch Essen zubereitet. Im Badezimmer darf es dahingegen mit 21 bis 23 Grad etwas wärmer sein.

Unter 16 Grad sollte die Raumtemperatur im Schlafzimmer, nicht sinken, da es dann auskühlen und die Feuchtigkeit im Raum kondensieren kann. Die Folge: Schimmelbildung. Zu viel Wärme im Schlafzimmer kann außerdem euren erholsamen Schlaf stören.

Solltet ihr abends im Bett frieren, dann macht euch ein Kirschkernkissen warm und lenkt es unter die Bettdecke, bevor ihr hineinschlüpft. Macht euch in der Zwischenzeit bettfertig und steigt in das warme Bett mit frischer Luft im Zimmer für einen guten Schlaf.

Heizen, obwohl ihr nicht Zuhause seid

Solltet ihr ein paar Tage nicht zuhause sein, lasst die Heizung auf niedriger Stufe laufen. Es kostet mehr Energie und damit auch mehr Geld, wenn die Räume in der Zwischenzeit abkühlen und ihr nach zwei, drei Tagen die Heizung wieder neu anstellt. Solltet ihr jedoch für mehr als eine Woche wegfahren, reicht es aus, wenn ihr die Heizung auf Frostschutz stellt.

Richtiges Lüften erspart euch Schimmel, Nerven und Geld

Öffnet alle zwei bis viermal am Tag eure Fenster zum Stoßlüften. Damit ist kein stundenlanges „Lüften“ mit Kippfenster gemeint, sondern weit geöffnete Fenster! Dreht in diesen Minuten das Thermostat ab, um nicht unnötig Energie zu verschleudern. Morgens lüftet ihr am besten alle Räume kurz durch, mit Durchzug durch geöffnete Türen und Fenster.

Wenn tagsüber niemand in der Wohnung ist, reicht es, die Wohnung einmal morgens und einmal abends auszulüften. Solltet ihr eure Wäsche in einem Zimmer auf der Leine trocknen lassen, sollte dieses Zimmer öfter ausgelüftet werden, um auch hier wieder Schimmelbildung vorzubeugen.

Das Badezimmer und die Küche sollten direkt nach der Benutzung durchgelüftet werden, um Schimmelbildung aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit zu vermeiden. Am besten schließt ihr die Tür(en) zu anderen Räumen, um diese nicht mit abzukühlen. Wer kein Fenster im Badezimmer hat, kann auf einen Raumentfeuchter setzen und mit geöffneter Tür für Durchzug sorgen.

Noch ein paar Tipps, damit es schön warm wird

  • Stellt keine Möbel direkt vor die Heizung oder hängt Vorhänge unmittelbar davor, ansonsten verschwendet ihr Energie
  • Dichtet zugige Fenster und Türen ab
  • Schließt nachts Vorhänge und Rollläden, um etwas mehr Wärme zu speichern
  • Lasst einmal im Jahr eure Heizung von einem Profi inspizieren
  • Decken und Kirchkernkissen halten euch warm, wenn die Raumtemperatur ideal, euch aber immer noch kalt ist

 

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