Gibt es umweltfreundliche Alternativen zu Streusalz?

Wer hätte mit diesem Wintereinbruch gerechnet? Wenn es draußen schneit, freue ich mich wie ein kleines Kind. In Berlin wird jedoch aus dem Winter-Wonderland schnell Matsch. Mit schwerem Gerät werden die Straßen geräumt und Streusalz verteilt, um Unfälle zu vermeiden. Aber nicht nur der städtische Winterdienst verwendet dabei Streusalz. Um Glatteis zu vermeiden und das Rutschrisiko zu minimieren, wird auch der Gehweg vor der eigenen Haustür mit Streusalz sicher gemacht. Doch die Verwendung von Streusalz ist nicht ganz unproblematisch.

Streusalz als Umweltsünde?!

Die Auswirkungen von Streusalz sind vielfältig und dabei werden viele negative Folgen erst im Frühjahr sichtbar. Bäume am Straßenrand vertrocknen trotz ausreichendem Niederschlag. Es kommt zur Versalzung des Grundwassers. Der übermäßige Eintrag von Salz in den Boden wirkt sich zudem negativ auf die Bodenstruktur aus. Die Verunreinigung und Verdichtung des Bodens lassen Pflanzen absterben und rauben Tieren – insbesondere Insekten – ihren Lebensraum.

Unter der Verwendung von Streusalz leiden jedoch auch Hunde und Katzen.  Das Streusalz bleibt an ihren Pfoten haften und führt zur Entzündung der empfindlichen Haut der Zehenzwischenräume.

Gibt es Alternativen?

Als Privathaushalt könnt ihr diese Folgen vermeiden. Hierzu empfiehlt der NABU die Verwendung von Granulat, Split, Sand oder Kies. Beim Kauf dieser Produkte solltet ihr darauf achten, dass das jeweilige Streugut mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet ist. Auf  www.blauer-engel.de könnt ihr euch darüber informieren, welche Kriterien eingehalten werden müssen, damit dieses Siegel vergeben wird. Noch ein Vorteil: Im Gegensatz zum Streusalz, können Granulate, Split, Sand oder Kies im Anschluss an ihre Verwendung wieder aufgekehrt werden und beim nächsten Wintereinbruch wiederverwendet werden.

Fun Fact: In Bayern endete kürzlich eine Testphase, in der anstatt Streusalz Gurkenwasser von den Winterdiensten verwendet wurde. Das bearbeitete Gurkenwasser sorgte in Dingolfing für sichere Straßen und erwies sich als eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Alternative. Anstatt des umweltschädlichen Streusalzes wird das Salzwasser verwendet, dass bei der Produktion von Gewürzgurken anfällt. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Es zeigt sich mal wieder: Nachhaltigkeit verlangt Kreativität und ist dabei nicht nur umweltfreundlicher, sondern kann auch ökonomische Vorteile bieten.

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