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Der Volkssport der Deutschen trifft Zero Waste: Nachhaltig grillen

Überall duftet es von den Hecken und Schrebergärten her – die Grillsaison ist eröffnet! Beim Grillen mit einem kühlen Lieblingsspaßgetränk in der Hand und toller Gesellschaft an der Seite wird gerne mal der ein oder andere Sommerabend zur lauen Sommernacht. Doch muss es immer der Einweggrill im Park sein, der am nächsten Morgen von müden Mitarbeitern der Stadt weggeräumt wird, weil die Partymeute am Abend zu faul war, ihren Dreck zu beseitigen? Ganz klares: Nein!

Hände weg vom Einweggrill

Umweltsünde Nummer 1 ist der Einweggrill. Am umweltfreundlichsten gilt der Solar- oder Elektrogrill, am besten mit Ökostrom angetrieben. Er ist damit auch gesünder für euren Körper als der Holzkohlegrill. Denn beim Kohlegrill kann Fett in die Glut spritzen und krebserregende Stoffe freisetzen. Mit einem Elektrogrill umgeht ihr das, verzichtet aber auf den Rauchgeschmack. Auch eine tolle Idee: Fürs nächste Grillvergnügen ein Gerät bei Freunden leihen! Am besten ladet ihr sie direkt mit zum Grillabend ein – so wird es gleich geselliger und lustiger.

Alternativen zur Holzkohle

Wer einfach nicht auf den besonderen „Rauchgeschmack“ verzichten möchte und gerne mit Kohlegrill arbeitet, kann auf eine umweltfreundliche Alternative anstatt auf Holzkohle zurückgreifen. Denn die Holzkohle, die in vielen deutschen Supermärkten verkauft wird, entsteht aus abgeholzten Regenwäldern und muss lange Wege auf sich nehmen, bis sie auf unserem Grill landet. Besser: Holzkohle mit FSC-Zertifizierung (steht für nachhaltige Waldbewirtschaftung) oder heimische Holzkohle aus Buchenholz kaufen. Achtet bei Grillkohle einfach auf das DIN-Prüfzeichen DIN EN 1860-2 – denn die enthält weniger Giftstoffe und es wird ein Mindestmaß an Qualität gehalten.

Weitere Alternativen zur Holzkohle sind diejenigen aus Bambus, Olivenkernen oder Kokosnussschalen. Hier darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass diese nicht aus regionalem Anbau stammen und somit auch keine echten Alternativen sind. Wenn es doch mal nicht anders geht, achtet beim Kauf auf faire Arbeitsbedingungen und Güte-Siegel.

Grill anzünden leicht gemacht

Anstatt Chemiekeulen könnt ihr einfach Kaminanzünder nutzen. Die bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und werden ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt. In Supermärkten werden sie oft auch als „ökologische Grillanzünder“ betitelt. Eine weitere Möglichkeit ist, den Grillanzünder aus alten Eierkartons, Sägespänen und etwas altem Kaffeesatz selbst herzustellen.

Alternativen zur Alufolie

Wickelt unter keinen Umständen euer Essen in Alufolie ein! Entweder legt ihr euer Grillgut direkt auf das Rost oder benutzt eine kleine Gusspfanne, Auflaufform oder Edelstahlschalen. Hauptsache die Unterlage ist hitzebeständig.

Regionales Grillfleisch anstatt Billig-Discounter-Fleisch

Wenn ihr den umweltfreundlichen Grill bereitgestellt habt, fehlt nur noch das richtige Grillgut. Auch wenn man kein Vegetarier oder Veganer ist, kann man nachhaltig essen. Verzichtet auf das 1,50€-Fleisch vom Discounter und setzt auf regionales Fleisch aus biologischer Produktion. Beim Metzger eures Vertrauens bekommt ihr euer Fleisch meistens sogar direkt in die mitgebrachte Dose – ohne Verpackungsmüll. Heimische Fischsorten wie Lachsforellen schmecken euch vielleicht auch hervorragend auf dem Grill. Natürlich seid ihr nachhaltiger unterwegs, wenn ihr ganz auf den Fleischkonsum verzichtet.

Im Sommer habt ihr zudem die Chance, müllfrei auf Märkten einzukaufen. Da könnt ihr nach Herzenslust bei Gemüse, Obst und Fisch oder Fleisch für den nächsten geselligen Grillabend zugreifen. Wiederverwendbares Besteck und Geschirr sind No-Brainer. Genauso wie das Aufräumen nach dem Grillen im Park. Mit unserer Lunchbox im Gepäck könnt ihr euch sogar noch die Reste einsammeln.

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