5 gute Gründe, dein Bad nachhaltiger zu gestalten

Wir haben schon oft darüber geschrieben und gesprochen, dass der Weg hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise im Badezimmer beginnen kann. Feste Seifen, Bambuszahnbürsten und Co findet ihr in unserem Shop und sind einfach umzusetzende erste Schritte. Aber warum sollte man überhaupt anfangen, sein Badezimmer nachhaltiger zu gestalten? Wir haben als Anreiz nochmal 5 Gründe für euch:

  1. Weniger Mikroplastik in unseren Flüssen, Seen und Meeren!

Ob in Duschgel, Shampoo oder im Lippenstift, in vielen Produkten, die wir tagtäglich benutzen, befinden sich mikroskopisch kleine Plastikpartikel, die unsere Umwelt und vor allem die Gewässer stark belasten: Mikroplastik.

Doch was versteht man genau unter Mikroplastik?

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Mikroplastik:

  • primäres Mikroplastik, das gezielt industriell hergestellt, um dann in Produkten wie Kosmetika verwendet zu werden, und
  • sekundäres Mikroplastik, das erst durch den Zerfall größerer Kunststoffteile entsteht.

In konventionellen Kosmetika findet sich häufig primäres Mikroplastik. Kleine Plastikkügelchen werden beispielsweise in Peelings gemischt und gelangen durch das Wasser in unsere Flüsse und Meere. Kunststoff wird in Kosmetikartikel aber auch als Bindemittel verwendet. In flüssiger oder gelartiger Form werden sie den Produkten beigemischt, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Mikroplastik ist vor allem deshalb so problematisch, da es von den meisten Kläranlagen nicht herausgefiltert werden kann. Und so verbleiben diese Kunststoffpartikel für Hunderte von Jahren in unseren Gewässern und schädigen Tiere und Pflanzen.

Feste Seifen und Shampoos, aber auch der Gebrauch von mikroplastikfreien Cremes verringern diese Problematik. Durch die Verwendung dieser Produkte tragt ihr dazu bei, dass weniger Mikroplastik ins Abwasser und damit in unsere Flüsse, Seen und Meere gelangt.

  1. Endliche Ressourcen sparen und Verpackungsmüll vermeiden!

Aber nicht nur das Plastik, das in den konventionellen Produkten steckt, ist ein Problem. Duschgel, Shampoo und Co befinden sich in Hartplastikverpackungen, zu deren Herstellung meist der Rohstoff Erdöl benötigt wird. Durch die Vielzahl der Produkte, die in unseren Badezimmern stehen, sammelt sich eine Menge an Müll an.

Viele nachhaltige Alternativen zu konventionellen Badezimmerartikeln kommen ohne Verpackung aus oder werden nur durch einen Pappkarton geschützt.

Ihr spart somit endliche Ressourcen ein und vermeidet Verpackungsmüll.

  1. Minimierung der Verunreinigung unserer Gewässer durch aggressive Chemikalien!

Viele unserer Kosmetika, die wir täglich verwenden, bestehen in erster Linie aus einer Mischung von Wasser und chemischen Tensiden. Chemische Inhaltsstoffe sollen u.a. dazu beitragen, dass das Shampoo angenehm duftet, euer Duschgel eine ansprechende Farbe und eine gute Konsistenz aufweist oder die Creme eine möglichst lange Haltbarkeit hat.

Auch diese chemischen Stoffe gelangen in unser Abwasser und verunreinigen dieses. Bei vielen dieser Inhaltsstoffe handelt es sich um aggressive Chemikalien.

Achtet deshalb stets auf die Inhaltsstoffe eurer Pflegeprodukte. Damit verhindert ihr, dass unsere Gewässer weder durch Mikroplastik noch aggressive Chemikalien verunreinigt werden.

  1. Wohltat für deinen Körper!

Der Blick auf die Inhaltsangabe eurer Pflegeprodukte schützt jedoch nicht nur die Natur, sondern auch euren Körper.

Propylenglykol ist beispielsweise ein Erdöl-Derivat, das in Shampoos und anderen Pflegeprodukten enthalten ist. Es soll einerseits feuchtigkeitsspendend sein und außerdem verhindern, dass das im Produkt enthaltenen Wasser entweicht. Propylenglykol kann jedoch auch Hautreizungen hervorrufen und allergische Reaktionen auf der Haut auslösen.

Auch Parabene kommen in vielen Pflegeprodukten – gerade Shampoos – zum Einsatz.  Sie sollen das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien verhindern und dienen somit als Konservierungsstoff. Dabei gelten Parabene als Kontakt-Allergene, die Hautreizungen verursachen. Außerdem greifen Parabene in den Hormonhaushalt ein. Sie haben eine ähnliche chemische Struktur wie das Hormon Östrogen und können im Körper zu einer Östrogen-Dominanz führen. Das dadurch hervorgerufene Ungleichgewicht kann bei Frauen zu Stimmungsschwankungen bis hin zu einer Krebserkrankung führen. Bei männlichen Kindern und Jugendlichen kann die Dominanz das Brustwachstum anregen.

Neben diesen 2 Beispielen gibt es noch mehr chemische Stoffe, die unseren Pflegeprodukten hinzugefügt werden und die aus gesundheitlichen Gründen nicht nur bedenklich sind, sondern auch zu Erkrankungen führen können.

  1. Kleiner Einsatz, große Wirkung!

Der 5. Grund, warum ihr euer Bad nachhaltiger gestalteten solltet, ist ein Zusammenschluss aller vorherigen Gründe und der Tatsache, dass dieses Vorhaben sich verhältnismäßig leicht umsetzen lässt.  Ein Blick in den Badezimmerschrank reicht, um mögliche Übeltäter zu entlarven. Außerdem wächst das Angebot an nachhaltigen Alternativen täglich.

Zudem ist die Umstellung auch keine Mehrbelastung für den Geldbeutel. Denn in einem nachhaltigen Badezimmer ist Minimalismus angesagt. In euren Badezimmerschränken steht nun nicht mehr eine Armada an Kosmetika, sondern nur noch einzelne, ausgewählte Pflegeprodukte.

Wir hoffen, dass wir euch durch diese Gründe dazu motivieren konnten, euer Badezimmer nachhaltiger zu gestalten bzw. euch in eurer Entscheidung bestärken konnten, wenn ihr diesen Schritt bereits gegangen seid. Teilt uns gerne eure Erfahrungen und Tipps mit!

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